Dekompressionskrankheit

Eine Taucherkrankung durch zu schnellen Druckabfall beim Aufstieg. Die Behandlung erfolgt in einer Druckkammer und ist ein Notfall.

Die Dekompressionskrankheit, umgangssprachlich Taucherkrankheit, entsteht, wenn beim Aufstieg aus der Tiefe der Umgebungsdruck zu schnell abfällt. Im Gewebe gelöster Stickstoff bildet dann Gasblasen, die Gelenkschmerzen, Hautveränderungen, neurologische Ausfälle und in schweren Fällen lebensbedrohliche Zustände verursachen.

Die Behandlung erfolgt in einer Druckkammer und ist ein Notfall, bei dem jede Stunde zählt. Praktisch ist das ein logistisches Problem, denn Druckkammern stehen nur an wenigen Standorten. Wer an abgelegenen Tauchplätzen unterwegs ist, muss mit einem aufwendigen Transport rechnen, der über Bergungs- und Rettungskosten abzudecken ist.

Versicherungsrechtlich relevant ist die Einordnung des Tauchens. Schnorcheln und Tauchen im üblichen Urlaubsrahmen sind in der Regel gedeckt, größere Tiefen, technisches Tauchen oder Ausbildungsgänge können als Risikosport gelten und einen Zusatzbaustein erfordern. Prüfen Sie die AVB vor der Reise. Beachten Sie außerdem die Flugverbotszeit nach dem Tauchen, um das Risiko nicht selbst zu erhöhen.

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