Auslandskrankenversicherung Peru: Worauf Sie achten

Die EHIC gilt in Peru nicht und Cusco liegt über 3.000 Meter hoch. Warum eine private Auslandskrankenversicherung für Peru praktisch unverzichtbar ist - mit Fokus auf Höhenkrankheit und Trekking.

Veröffentlicht am 15. Juli 2026

Redaktion einfach-sicher-reisen.de · Fachlich geprüft von K&M Assekuranzpartner GmbH

Peru steht für Machu Picchu, die Anden und den Inka-Trail, doch beim Gesundheitsschutz unterschätzen viele Reisende das Risiko - eine Auslandskrankenversicherung für Peru ist in der Praxis kaum verzichtbar. Anders als innerhalb Europas greift hier weder die gesetzliche Krankenkasse noch die Europäische Krankenversicherungskarte. Hinzu kommt ein Risiko, das Peru von vielen anderen Reisezielen abhebt: Große Teile des Landes liegen in beträchtlicher Höhe, und schon der Aufenthalt in Cusco kann den Kreislauf an die Grenze bringen. In diesem Ratgeber lesen Sie, warum der gesetzliche Schutz in Peru nicht trägt, welche Kosten drohen, was die Auslandskrankenversicherung der TravelSecure übernimmt und worauf Sie unterwegs achten sollten.

Warum der gesetzliche Schutz in Peru nicht ausreicht

Peru liegt nicht in der EU und nicht im Europäischen Wirtschaftsraum. Die EHIC, also die Europäische Krankenversicherungskarte auf der Rückseite Ihrer gesetzlichen Versichertenkarte, gilt deshalb dort nicht. Sie ist nur in der EU, im EWR (Island, Liechtenstein, Norwegen) sowie in der Schweiz einsetzbar. Mehr dazu im Beitrag EHIC: Was die Europäische Krankenversicherungskarte abdeckt - und was nicht.

Außerhalb der EU und des EWR erstattet die gesetzliche Krankenkasse Behandlungskosten in der Regel überhaupt nicht, und ein Sozialversicherungsabkommen, das hier aushelfen würde, gibt es mit Peru nicht. Wer auf der Reise erkrankt oder verunglückt, steht ohne private Absicherung vor der vollen Rechnung. Besonders schwer wiegt das bei einem Rücktransport über die große Entfernung nach Südamerika, denn auch den zahlt die gesetzliche Kasse nicht.

Höhenkrankheit: das zentrale Risiko in Peru

Wer nach Peru reist, kommt an der Höhe kaum vorbei. Cusco, der Ausgangspunkt für Machu Picchu, liegt auf über 3.000 Metern, viele Pässe und Wanderwege deutlich höher. Steigt man zu schnell auf, ohne dem Körper Zeit zur Anpassung zu geben, droht die Höhenkrankheit: Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Atemnot. In leichten Fällen hilft Ruhe und Abstieg, in schweren Fällen wird ärztliche Behandlung nötig.

Akute Erkrankungen in der Höhe behandelt die Auslandskrankenversicherung als unvorhergesehenen Krankheitsfall. Anspruchsvolles Höhenbergsteigen kann dagegen einen Zusatzbaustein erfordern. Ein paar Vorkehrungen senken das Risiko:

  • Langsam aufsteigen und in Cusco ein bis zwei Tage zur Akklimatisierung einplanen, bevor es höher hinaufgeht.
  • Viel trinken und Alkohol in den ersten Tagen meiden.
  • Bei deutlichen Beschwerden frühzeitig absteigen und ärztlichen Rat suchen.

Trekking, Evakuierung und Magen-Darm

Neben der Höhe prägen weitere Risiken eine typische Peru-Reise.

Trekking in abgelegenen Regionen. Der Inka-Trail, der Salkantay-Trek oder Touren in der Cordillera Blanca führen weit weg von jeder Klinik. Verunglückt jemand oder bricht zusammen, kann schon die Bergung und Evakuierung in ein geeignetes Krankenhaus aufwendig und langwierig sein. Eine Absicherung, die Bergungskosten und den Transport übernimmt, ist hier besonders wertvoll.

Magen-Darm-Infekte. Ungewohntes Essen, Höhe und Klimawechsel setzen dem Verdauungssystem zu. Magen-Darm-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Beschwerden auf Südamerika-Reisen und können in schweren Fällen eine ärztliche Behandlung oder eine Infusion nötig machen. Die Auslandskrankenversicherung übernimmt in solchen Fällen die ambulante und stationäre Heilbehandlung sowie verschreibungspflichtige Medikamente.

Versorgung gegen Vorkasse. Gute private Krankenhäuser gibt es vor allem in Lima. Sie rechnen privat ab und verlangen häufig Vorkasse oder eine Kostenzusage, bevor sie behandeln. Eine private Auslandskrankenversicherung kann über ihre Notrufzentrale direkt eine Kostenzusage geben. Wie Sie sich im Krankheitsfall vor Ort verhalten, lesen Sie in der Checkliste für Krankheit im Ausland. Eine gut gepackte Reiseapotheke hilft bei kleineren Beschwerden, ersetzt aber keinen Arzt.

Was die Auslandskrankenversicherung der TravelSecure übernimmt

Die Auslandskrankenversicherung der TravelSecure schließt die Lücke der gesetzlichen Kasse und ist auf genau die Risiken zugeschnitten, die in Peru entstehen. Der Tarif übernimmt unter anderem:

  • Ambulante und stationäre Heilbehandlung im Ausland, einschließlich notwendiger Operationen.
  • Den medizinisch notwendigen Rücktransport an den Heimatort, bei Notwendigkeit per Ambulanzflug.
  • Schmerzstillende Zahnbehandlung sowie verschreibungspflichtige Medikamente.
  • Bergungskosten und im Todesfall die Überführung nach Deutschland.

Bei einer akuten, unvorhersehbaren Verschlechterung einer bestehenden Erkrankung besteht der Schutz grundsätzlich ebenfalls. Erkrankungen, die bei Reiseantritt bereits behandlungsbedürftig sind, sind dagegen ausgeschlossen. Viele Tarife kommen ohne Selbstbehalt aus. Anspruchsvolle Höhentouren können einen Zusatzbaustein erfordern. Die maßgeblichen Summen und Bedingungen finden Sie auf der Produktseite zur Auslandskrankenversicherung.

Gegenüberstellung: gesetzlicher Schutz und private Auslandskrankenversicherung

Leistung in PeruGesetzliche Kasse / EHICAuslandskrankenversicherung
EHIC gültigNein (kein EU/EWR-Land)entfällt
Behandlung in privater Klinikneinja
Höhenkrankheit (akut)neinja, als unvorhergesehener Krankheitsfall
Bergung und Evakuierung vom Trekneinja, Bergungskosten im Rahmen des Tarifs
Rücktransport nach Deutschlandneinja, wenn medizinisch notwendig
Überführung im Todesfallneinja

Worauf Sie bei der Buchung achten sollten

Damit der Schutz im Ernstfall trägt, lohnt ein Blick auf einige Punkte:

  • Geltungsbereich prüfen. Der Tarif muss Peru beziehungsweise weltweite Reisen einschließen. Achten Sie auch auf die maximal versicherte Reisedauer pro Reise.
  • Höhe und Trekking klären. Wenn Sie mehrtägige Treks oder Touren in großer Höhe planen, klären Sie vorab, bis zu welcher Höhe und für welche Aktivitäten der Schutz gilt und ob ein Zusatzbaustein nötig ist.
  • Vorerkrankungen einordnen. Akute, unvorhersehbare Verschlechterungen sind grundsätzlich gedeckt, bei Reiseantritt bereits behandlungsbedürftige Erkrankungen nicht.
  • Notrufnummer notieren. Speichern Sie die 24-Stunden-Notrufnummer des Versicherers vor der Abreise offline ins Handy und legen Sie den Versicherungsschein als PDF ab.

Für wen sich die Absicherung besonders lohnt

Eine Auslandskrankenversicherung für Peru ist grundsätzlich für jeden Reisenden sinnvoll, in einigen Konstellationen aber besonders wichtig:

  • Trekker und Bergreisende. Wer in großer Höhe wandert oder mehrtägige Treks geht, hat ein höheres Risiko für Höhenkrankheit, Unfälle und aufwendige Bergungen.
  • Rundreisende. Wer Lima, Cusco, das Heilige Tal und den Titicaca-See verbindet, ist oft weit von guter Versorgung entfernt.
  • Familien mit Kindern. Kinder erkranken im Urlaub erfahrungsgemäß häufiger, etwa an Magen-Darm-Infekten. Ein Familientarif sichert alle Mitreisenden in einer Police ab.
  • Ältere Reisende und Menschen mit bestehenden Erkrankungen. Hier ist das Risiko einer akuten Verschlechterung höher, gerade in der Höhe.

Zusammengefasst

Für Peru reicht der gesetzliche Krankenversicherungsschutz nicht aus: Die EHIC gilt dort nicht, und außerhalb der EU erstattet die gesetzliche Kasse Behandlungskosten in der Regel gar nicht. Die Höhenkrankheit ab Cusco und auf dem Weg nach Machu Picchu, Trekking in abgelegenen Regionen mit aufwendiger Evakuierung und häufige Magen-Darm-Infekte machen einen privaten Schutz besonders wichtig. Die Auslandskrankenversicherung der TravelSecure übernimmt ambulante und stationäre Behandlung, Medikamente, Bergungskosten und den medizinisch notwendigen Rücktransport - anspruchsvolle Höhentouren können einen Zusatzbaustein erfordern. Achten Sie bei der Buchung auf Geltungsbereich, Höhe und Trekking sowie den Umgang mit Vorerkrankungen, steigen Sie langsam auf und speichern Sie die Notrufnummer des Versicherers vor der Abreise offline ab.

Häufige Fragen

Gilt die EHIC in Peru?
Nein. Peru gehört nicht zur EU und nicht zum Europäischen Wirtschaftsraum, deshalb gilt die Europäische Krankenversicherungskarte dort nicht. Außerhalb der EU erstattet die gesetzliche Krankenkasse Behandlungskosten in der Regel überhaupt nicht. Ohne private Auslandskrankenversicherung tragen Sie Arzt- und Klinikrechnungen in Peru selbst, einschließlich eines möglichen Rücktransports.
Ist die Höhenkrankheit in Cusco über die Auslandskrankenversicherung abgedeckt?
Erkrankt man im Urlaub akut an einer Höhenkrankheit, etwa in Cusco oder auf dem Weg nach Machu Picchu, übernimmt die Auslandskrankenversicherung die notwendige ambulante und stationäre Heilbehandlung als unvorhergesehenen Krankheitsfall. Anspruchsvolle Höhenbergsteigen kann dagegen einen Zusatzbaustein erfordern. Prüfen Sie vor der Reise, in welchem Umfang Ihr Tarif Aktivitäten in großer Höhe abdeckt.
Was kostet eine Behandlung in einer Klinik in Lima oder Cusco?
Pauschal lässt sich das nicht beziffern, die Kosten hängen von Klinik, Behandlung und Aufenthaltsdauer ab. Private Krankenhäuser, vor allem in Lima, behandeln auf gutem Niveau, rechnen aber privat ab und verlangen oft Vorkasse oder eine Kostenzusage. Schon ein kürzerer stationärer Aufenthalt kann hohe Rechnungen verursachen, ein Ambulanzflug nach Deutschland erst recht.
Übernimmt die Auslandskrankenversicherung eine Evakuierung von einem Trek?
Der TravelSecure-Tarif übernimmt Bergungskosten sowie den medizinisch notwendigen Rücktransport an den Heimatort, bei Notwendigkeit per Ambulanzflug. Auf abgelegenen Trekkingrouten kann eine Bergung und Verlegung in ein geeignetes Krankenhaus besonders aufwendig sein, und die gesetzliche Kasse zahlt sie nicht. Kontaktieren Sie im Ernstfall früh die Notrufnummer des Versicherers.
Sind Magen-Darm-Infekte auf einer Peru-Reise mitversichert?
Ja. Wird eine akute Erkrankung wie ein Magen-Darm-Infekt unterwegs behandlungsbedürftig, übernimmt die Auslandskrankenversicherung die ambulante und stationäre Heilbehandlung sowie verschreibungspflichtige Medikamente. Ausgeschlossen sind nur Erkrankungen, die bei Reiseantritt bereits behandlungsbedürftig waren.
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