Malariaprophylaxe

Vorbeugung gegen Malaria durch Mückenschutz und je nach Region durch Medikamente. Ärztliche Beratung vor der Reise ist notwendig.

Malariaprophylaxe umfasst alle Maßnahmen, die eine Malariainfektion verhindern sollen. Sie besteht aus zwei Bausteinen: konsequentem Mückenschutz und, je nach Region und Reiseprofil, einer medikamentösen Vorbeugung. Eine Impfung gegen Malaria im klassischen Sinne gibt es für Reisende nicht, weshalb die Reiseimpfung diese Lücke nicht schließt.

Der Mückenschutz ist die Grundlage und wird oft unterschätzt: lange, helle Kleidung in den Abend- und Nachtstunden, Repellents auf unbedeckter Haut, imprägnierte Moskitonetze und wenn möglich klimatisierte oder vernetzte Räume. Die Überträgermücken sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, was den Tagesrhythmus des Schutzes bestimmt.

Ob eine medikamentöse Prophylaxe oder eine Notfallmedikation zur Selbstbehandlung sinnvoll ist, entscheidet die reisemedizinische Beratung anhand von Region, Saison, Reisedauer und Vorerkrankungen. Bricht trotz Vorbeugung Fieber aus, ist das ein Notfall: Malaria kann innerhalb von Stunden schwer verlaufen. Die Auslandskrankenversicherung übernimmt die Heilbehandlung, nicht aber die vorbeugenden Medikamente selbst.

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